Asyl und Flüchtlinge in Erdweg 

  

Weltweit sind etwa 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Angst um Leib und Leben, vor Vergewaltigung, Krieg, Hunger und Verfolgung zwingt die Menschen dazu, das Teuerste, das sie haben, zu verlassen – ihre Heimat. Die wenigsten von ihnen schaffen es, bis nach Europa zu gelangen. Doch auch hierzulande ist die Welle deutlich zu spüren: Im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2013 kamen von Januar bis Ende August 2014 etwa 59 Prozent mehr Asylbewerber – in Bayern erhöhte sich der Zugang der Asylbewerber im Vergleich zum Vorjahr um rund 53 Prozent.[1]

Die Gemeinde Erdweg hilft bei der Bewältigung der Flüchtlingsunterbringung

Dieser große Ansturm aus den Krisengebieten ist nur zu bewältigen, wenn die Gemeinschaft mithilft. So hat sich der Erdweger Gemeinderat – wie andere Gemeinden des Landkreises – bereits im Jahr 2013 für die Aufnahme von Asylbewerbern entschieden. Seit Herbst 2013 leben in Walkertshofen zwölf Flüchtlinge, darunter drei Kinder, aus dem Senegal, Nigeria und dem Kongo. Nachdem die Katholische Kirchenstiftung Großberghofen ein Grundstück an der Staatsstraße 2054 (Arnbacher Straße) zur Verfügung gestellt hat, ist am Ortsausgang von Erdweg, gegenüber dem Supermarkt, eine Container-Siedlung entstanden, die bis zu 52 Flüchtlingen Platz bietet. Im November 2014 sind hier die ersten Flüchtlinge eingezogen. Außerdem wurde in Unterweikertshofen ein Wohnhaus gefunden, in dem eine achtköpfige Familie aus dem Irak eine neue Bleibe finden konnte.

  

Unterstützen, helfen, integrieren: Der Helferkreis Asyl ist die erste Anlaufstelle

Doch allein mit der Bereitstellung einer Unterkunft ist es nicht getan. Die Bereitschaft, Flüchtlinge in der Gemeinde aufzunehmen, bedeutet für die Bürger auch, diese Menschen, von denen jeder ein individuelles Schicksal mitbringt, willkommen zu heißen und sie dabei zu unterstützen, sich in der noch fremden Welt zurechtzufinden. Hier setzt der Helferkreis Asyl an, der sich im Herbst 2013 unter der Leitung der 3. Bürgermeisterin Monika Sedlatschek gegründet hat. Von anfangs 15 Helfern hat sich der Kreis der Ehrenamtlichen auf mittlerweile rund 50 Personen erweitert. Der Helferkreis kümmert sich um neu ankommende Flüchtlinge, organisiert Sachspenden und Fahrdienste, begleitet bei Behördengängen und Arztbesuchen und gibt Deutschunterricht. Dabei steht die Arbeit des Helferkreises stets unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Weitere Infos, aktuelle Nachrichten und Berichte finden Sie auf der Helferkreis-Webseite www.asyl-erdweg.de.

 So können auch Sie helfen

Da die Zahl der in Bayern ankommenden Flüchtlinge weiter steigt, braucht der Helferkreis Asyl jede Unterstützung. Wenn Sie mithelfen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an Monika Sedlatschek (Tel. Mo–Fr, 16–17 Uhr: 08138-1669, E-Mail: info@asyl-erdweg.de). Für Fragen bezüglich Sachspenden ist Maria Braun (Tel. Mo und Mi, 8–10 Uhr: 08254-2512) zuständig. Bitte geben Sie keine Sachspenden direkt an die Flüchtlinge ab. Der Helferkreis koordiniert die gerechte Verteilung. Falls Sie Geld spenden möchten, überweisen Sie bitte auf das Konto der Gemeinde Erdweg:

 

 

Gemeinde Erdweg

IBAN: DE35700515400200302941

BIC: BYLADEM1DAH

Sparkasse Dachau

Kennwort: Asylbewerber